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Stellungnahme zu moderner Sklaverei 2018 – River Island

River Island ist ein Familienunternehmen mit einer Verpflichtung zum Schutz von den Rechten und der Würde der Menschen innerhalb unserer globalen Lieferkette. Wir engagieren uns außerdem mit Nachdruck und seit langem für den ethischen Handel, da wir davon überzeugt sind, dass Handel sowohl gewinnbringend als auch verantwortungsbewusst sein kann. Wir nehmen die Abschaffung moderner Skalverei sehr ernst. Aus diesem Grund haben wir dieses Ziel in das bestehende ethische Handelsprogramm für unsere Lieferkette integriert. Wir haben uns zu einer Zusammenarbeit mit relevanten Stakeholdern wie der ETI und ihren Mitgliedern, Regierungsbehörden, NGOs, lokalen Behörden und anderen Partnern verpflichtet, um diese globale Herausforderung zu bewältigen. 2018 arbeiteten in den (Tier 1-)Fabriken von River Island 360.000 Angestellte, davon 190.000 Frauen.

Die folgende Stellungnahme wurde in Übereinstimmung mit dem Modern Slavery Act 2015 veröffentlicht und legt die Schritte dar, die River Island während des Wirtschaftsjahres mit Ende 29. Dezember 2018 unternommen hat, um moderne Sklaverei und Menschenhandel innerhalb unseres Unternehmens und unserer Lieferkette zu vermeiden.

(A) Über River Island

River Island ist eine führende Multikanal-Modemarke für Damen-, Herren-, Kindermode und Wohnaccessoires mit Sitz in Großbritannien. River Island wurde 1988 gegründet und gehört zur Lewis Trust Group, die sich in Privatbesitz befindet. Die Gruppe wurde 1948 von Bernard Lewis gegründet. Er und seine Familie sind nach wie vor aktiv am Betrieb von River Island beteiligt.

Wir haben 319 Filialen in 14 Ländern auf 3 Kontinenten und wir verkaufen unsere Artikel in über 120 Ländern online. Der Jahresumsatz 2018 von River Island betrug 1 Mrd. GBP.

In unserem Hauptsitz in West-London befinden sich die Teams für Design, Entwicklung, Einkauf, Vertrieb, Marketing, Technik, Ethik, Beschaffung, Logistik, Recht und Finanzen. Unser Vertriebszentrum in Milton Keynes erhält, lagert und verteilt unsere Produkte an Filialen, Großhandelspartner und Online-Kunden. Die IT-Teams befinden sich sowohl in unserem Hauptsitz als auch in unserem Technologie-Hub im Osten Londons.

Gesamtanzahl Mitarbeiter im Jahr 2018:

Hauptsitz 1330
Vertriebszentrum 648
Einzelhandel 6788

Unser Produktsortiment besteht fast ausschließlich aus Eigenmarken und umfasst Kleidung, Schuhe, Taschen, Accessoires und Wohnaccessoires. 2018 stammten unsere Produkte aus 29 Ländern. Die 5 wichtigsten Länder (China, Türkei, Rumänien, Indien und Großbritannien) hatten einen Anteil von 72 % unseres Sortiments. Diese Top-12-Länder haben 92 % unserer Produktpalette zur bereitgestellt.

Wir arbeiten eng mit unseren Lieferanten zusammen, um langfristige und nachhaltige Geschäftsbeziehungen aufzubauen. 2017 haben wir mit 285 Lieferanten (574 Fabriken) zusammengearbeitet. 75 % der Produkte wurden von den Top-50-Lieferanten zur Verfügung gestellt (diese Top-20 sind 55 %).

Wir arbeiten eng mit unseren Lieferanten zusammen, um langfristige und nachhaltige Geschäftsbeziehungen aufzubauen. 2018 arbeiteten wir mit 341 Produktlieferanten (534 Fabriken) zusammen. 73 % der River Island Produkte wurden von den Top-50-Lieferanten zur Verfügung gestellt (diese Top-20 sind 51 %).

Zusätzlich beziehen wir viele Waren und Dienstleistungen wie zum Beispiel Filialausstattung, Verpackung, Reinigungsdienstleistungen, Verpflegung, Logistikdienstleistungen, Sicherheit, IT, Marketing, E-Commerce, Beratung etc., die hier als „Nichtverkäufliche Güter“ oder „NG“ bezeichnet werden, von Drittanbietern, von denen die meisten in Großbritannien ansässig sind.

Sklaverei und Menschenhandel

Lieferantenhandbuch – Lieferanten von River Island sind vertraglich an die Allgemeinen Geschäftsbedingungen in unserem Lieferantenhandbuch gebunden, welche die Einhaltung der folgenden Richtlinien zum Schutz von Menschenrechten umfassen:

Ethikrichtlinie von River Island (auf Grundlage des ETI-Kodex)

Handbuch herunterladen.

Diese Richtlinie legt die ethischen Verantwortlichkeiten zwischen Lieferanten und Käufern von River Island fest.

Richtlinie von River Island gegen Sklaverei und Menschenhandel (seit 2016 in unseren Verträgen enthalten)

Richtlinie herunterladen.

Mitarbeiterverträge – Alle Arbeitsverträge von River Island beinhalten verschiedene Richtlinien zum Schutz von Arbeitnehmerrechten und zur Förderung einer fairen, sicheren Lieferkette. Diese beinhalten die Ethikrichtlinie von River Island, auf die oben Bezug genommen wurde, die Richtlinie von River Island gegen Sklaverei und Menschenhandel, die Richtlinie gegen Bestechung und Korruption sowie die Enthüllungsrichtlinie.

NG-Verträge – Alle Verträge müssen mit dem Modern Slavery Act übereinstimmen. Insbesondere Geschäftsbeziehungen in Gebieten, die gemäß der unten genannten Kriterien als risikoreich gelten, müssen die River Island-Richtlinie gegen Sklaverei und Menschenhandel einhalten.

(C) SORGFALTSPFLICHT und Bewertung der Risiken für moderne Sklaverei 2018

River Island ist seit 2008 Mitglied der ETI. Wir haben den Standardkodex von ETI als Minimumstandard für unsere Lieferanten und Fabriken festgelegt und überprüfen diesen regelmäßig. Dies umfasst seit 2016 ebenfalls eine permanente Bewertung des Risikos für moderne Sklaverei. Während unser ethischer Ansatz den Aufbau von Vertrauen und Transparenz mit unseren Lieferanten und Fabriken umfasst, um die bestehenden Bedingungen, Risiken und Herausforderungen vollständig zu verstehen, ist uns klar geworden, dass die potentiell tief verwurzelten und systemischen Praktiken im Zusammenhang mit moderner Sklaverei sich nicht durch angekündigte Besuche aufdecken lassen.

Seit 2017 haben wir 96 % unserer Ethical-Audit-Besuche unangekündigt vorgenommen. Wir möchten mit Lieferanten und Fabriken zusammenarbeiten, die wie gewünscht Verbesserungen vornehmen wollen. Wir werden die Zusammenarbeit mit Lieferanten oder Fabriken beenden, die dauerhaft die folgenden Dinge nicht gewährleisten: Offenheit und Ehrlichkeit, Einhalten unserer Ethik-Standards und Verbesserungen bezüglich gravierender Nichteinhaltung unserer Ethik-Standards innerhalb eines akzeptablen Zeitraums. Unser Schwerpunkt bislang lag auf Lieferanten, Fabriken und Vertragsunternehmen der ersten Stufe, die direkt für die Fertigung unserer Produkte verantwortlich sind.

Unser Sorgfaltspflicht deckt die folgenden Hauptbereiche ab:

Prozess für neue Lieferanten/Fabriken: Bis zum Abschluss der Vorabbewertung und der Abnahme durch die ethischen, technischen und kommerziellen Teams von River Island darf keine Ware von einem bestimmten Lieferanten/einer Fabrik bestellt werden. Dies umfasst alle unmittelbare Auftragnehmer. Wir überprüfen Audits unabhängiger Drittparteien (SMETA) und regulierende Handlungspläne und führen möglicherweise zusätzlich, je nach Risikograd, River Island Validierungsaudits durch.

Sichtbarkeit des Produktstandorts: Lieferanten sind vertraglich daran gebunden, Produkte für River Island in der im Beschaffungsauftrag (BA) genannten Pflicht zu fertigen. Nur vorab genehmigte Standorte sind zulässig. Im Falle einer notwendigen Standortänderung ist eine schriftliche Genehmigung erforderlich. Dadurch können wir Berichte über unsere Produktlieferanten erstellen und Risiken auf allen Geschäftsstufen messen und bewerten. Ethische Audits und Ressourcen werden entsprechend priorisiert und verwaltet.

Unangekündigte/illegale Fremdvergabe: Unsere Ethikrichtlinie bestimmt die ausschließliche Nutzung von geprüften, genehmigten Fabriken und Subunternehmern. Jedoch wissen wir, dass stets das Risiko illegaler Subunternehmer besteht, die unsere ethischen Standards nicht einhalten (einschließlich potentieller, moderner Sklaverei).

Wir konzentrieren uns auch weiterhin darauf, die Untervergabe bei Lieferanten der ersten Stufe zu identifizieren und zu verhindern. 2018 erfolgten, wie oben gesagt, die meisten der Fabrikbesuche unseres Ethik-Teams unangekündigt. Mittlerweile gibt es außerdem Stichprobenkontrollen, um zu überprüfen, dass einzelne Produkte auch tatsächlich an dem genehmigten Ort und Zeitpunkt gefertigt werden, und um fehlende Produkte aufzuspüren. Aufzeichnungen werden geprüft, um alle nicht deklarierten Produktseinheiten aufzuspüren, welche dann aufgesucht werden, um die Arbeitsbedingungen zu überprüfen.

Wir berücksichtigen die Umstände und die zugrunde liegenden Ursachen jedes Problems, bevor wir zusammen mit dem Lieferant/der Fabrik die passenden Abhilfemaßnahmen durchführen. Die Geschäftseinheit durchläuft beispielsweise den Genehmigungsprozess für neue Fabriken und wir führen ein fortlaufendes Monitoring-Programm bei diesem Lieferanten/dieser Fabrik ein. Das Ergebnis unserer verstärkten Anstrengungen: 2018 haben wir 11 Fälle ungenehmigter Vergabe von Unteraufträgen aufgedeckt, woraufhin wir Abhilfemaßnahmen bei 8 Lieferanten (11 Produktionsstätten) durchgeführt haben.

Schwerwiegende und wiederholte Verstöße gegen unsere Ethikrichtlinie sowie wiederholter Mangel an Offenheit und Kooperationsbereitschaft können dazu führen, dass der Lieferant oder die Fabrik von unserer Liste mit genehmigten Produktionsstandorten gestrichen wird.

Fallstudien:

Während den 6 Monaten Ende 2017 und Anfang 2018 entdeckten wir zwei wichtige Lieferanten, die unsere Bestellungen an nicht autorisierte Einrichtungen in der Türkei weitergaben. Aus diesem Grund haben wir uns mehrmals mit beiden Lieferanten und dem Einkaufsteam getroffen und umgehend Schritte eingeleitet, um dies zu unterbinden. Wir haben mehrere unangekündigte Audits und Besuche an verschiedenen Standorten durchgeführt und während diesen Besuchen umfassende Überprüfungen durchgeführt. Und ist bewusst, dass sich die ungeschütztesten Arbeiter an verborgenen Standorten befinden. Durch die weitere Komplikation der Lage von syrischer und anderer Flüchtlinge in der Region haben wir schnell gehandelt, um die Situation zu entschärfen und einen vollständigen Einblick in unsere Produktion zu erlangen.

Nach diesem Vorfall haben wir in Istanbul einen Ethical Trade Supplier Day abgehalten, an dem über 40 Lieferanten teilnahmen. Wir ermöglichten Schulungen und Diskussionen mit externen Branchenexperten zu Themen wie: Transparenz der Lieferkette; Heimarbeit; moderne Sklaverei; Syrische Flüchtlinge; River Island Lieferantenvereinbarung; und Unterauftragsvergabe. Der Inhalt wurde mit Live-Übersetzern in Englisch und Türkisch übersetzt. Als Teil des Prozesses zur Senkung des Risikos durch Vertragsnehmer boten wir Lieferanten eine 30-tägige Amnestie, während der sie uns auf die Nutzung von nicht autorisierte Standorten und auf Kapazitätsengpässe aufmerksam machen konnten, damit neue Einheiten zur Senkung der Möglichkeit für eine spontane Untervertragsvergabe eingeführt werden können.

Bewertung der Lieferantenbasis: Wir sind uns bewusst, dass einige der Fertigungsstandorte ein höheres Risiko für moderne Sklaverei und Menschenhandel haben. Hochrisikofaktoren sind zum Beispiel Wanderarbeiter (innerhalb eines Landes oder länderübergreifend), eine hohe Flüchtlingsanzahl, junge Arbeiter, bei denen das Risiko von Kinderarbeit besteht, Vertrags- und Leiharbeiter, ausgelagerte Arbeiten und weibliche Angestellte. Auch die Sicherheitslage und die wachsende Terrorismusbedrohung in einigen Ländern erschwert es, sicher in diese Länder zu reisen, um Besuche zu machen. Die Türkei, China, Indien und Großbritannien werden weiterhin als Hochrisikoländer für unseren Einkauf erachtet. Seit unserer letzten Aussage wurde das Geschäft mit diesen Ländern um 6 % gesenkt.

Wir bewerten die Türkei, China, Indien, das Vereinigte Königreich und Mauritius als die Gebiete mit dem höchsten Risiko für moderne Sklaverei.

Ethische Audits und Besuche durch River Island: Länderbasierte ethische Teams, die regelmäßig Audits und Besuche in Firmen vor Ort durchführen, befinden sich in unseren fünf wichtigsten Herstellungsländern. Sie führen Nachuntersuchungen für Audits von Drittparteien durch, überprüfen Berichtigungsmaßnahmen und sind bei der Problemlösung behilflich. Die Mehrheit dieser Besuche sind unangekündigt, um die wahrhaften ethischen Bedingungen zu sehen und die Produkte zu validieren, die in der entsprechenden Fabrik hergestellt werden. Wir arbeiten proaktiv, wenn Probleme auftreten, und fordern Lieferanten und Fabriken auf, mit uns auf Basis eines laufenden Verbesserungsprogramms zusammenzuarbeiten, um Fehler zu korrigieren und die Transparenz zu erhöhen.

2018 untersuchte unser Ethical Team 421 Fabriken und führte 218 ethische Standortbesuche durch, einschließlich 49 in der Türkei, 47 in China, 36 in Indien, 40 in Großbritannien, 36 in Osteuropa und 10 in Pakistan.

Lieferantenleistungsbewertung: Die Einhaltung der Ethikrichtlinie von River Island ist eine vertragliche Verpflichtung für Lieferanten. Das Einkaufsteam von River Island überprüft die Lieferantenleistung mindestens zweimal jährlich. Das Ethikteam erstellt eine Zusammenfassung/Bewertung für jeden Lieferanten, um sicherzustellen, dass die Einkaufsteams sich der ethischen Leistung und des Risikos bewusst sind und diese bei der Erstellung von Beschaffungsplänen berücksichtigen. Zu Beginn jeder neuen Einkaufssaison ziehen Einkäufer diesen Plan mit ihren Geschäftsbereichsleitern und dem Leiter für Beschaffung und Ethik zurate, was auch die Bewertung ethischer Risiken und Handlungen umfasst.

Lieferantenstrategie:

Wir konzentrieren uns auf Lieferantenkonsolidierung und die Angleichung von Entscheidungen der Geschäftsbereiche von River Island, um eine engere Zusammenarbeit zu fördern, für eine bessere Endleistung und beidseitige Vorteile für unsere wichtigsten Lieferanten. Dieser Verpflichtung wurde durch unseren CEO und Senior Director auf der Supplier Conference im Oktober 2018. Seit dem haben wir ein Strategic Supplier Programme eingeführt, um die Initiative anzutreiben – mit erhöhtem Fokus auf verantwortlicher Beschaffung und Innovation. Weitere Details sind in unserem 2019 Modern Slavery Statement enthalten.

ETI Arbeitsgruppen und Kollaborationen: Um deutliche und verbreitete ethische Herausforderungen anzugehen, arbeiten wir in den folgenden Bereichen mit anderen Marken, Branchenexperten, NGOs und anderen Stakeholdern zusammen: Z. B.:

UK Fast Forward Programme: Wir sind weiterhin Mitglied des UK Fast Forward Improvement Programme (Broschüre herunterladen.) https://www.fastforwarduk.org) und arbeiten unter Anleitung von David Camp mit anderen Marken zusammen. David ist der Gründer einer Initiative mit dem Namen „Stronger Together", um speziell die Probleme mit moderner Sklaverei in der Landwirtschaft und der Lebensmittelindustrie anzugehen. Er hat die gleichen soliden Audit-Methoden und -Ansätze in allen Fertigungsbetrieben im Vereinigten Königreich eingeführt.

2018 führten wir die Fast Forward Fabrikschulung fort, einschließlich ursprünglicher Audits und angekündigter Validierungsaudits in allen River Island Fabriken in Großbritannien (einschließlich Vertragsunternehmen der ersten Stufe). Wir haben unser Geschäft in Großbritannien in die Fabriken verlagert, die unsere anhaltenden Verbesserungen umsetzen und einhalten. 2018 haben wir 40 UK Fast Forward-Besuche durchgeführt, darunter alle Tier-1-Fabriken sowie 12 Tier-2-Einheiten (Druckereien/Wäschereien und Verpackungseinheiten) sowie 3 Warenlager.

Fast Forward Programme Fallstudie – UK Re-processer Als Teil unserer Verpflichtung zum Fast Forward Programme haben wir mit verschiedenen Bereichen unserer Lieferkette in Großbritannien zusammengearbeitet, um sicherzustellen, dass die Standards für Arbeiter eingehalten werden und dass die Lieferanten sich ihrer Verpflichtung zu dem Programm bewusst sind.

Als Teil dieses Programms haben wir mit einer wichtigen Reprocessing Site in Großbritannien zusammengearbeitet, die anfangs Schwierigkeiten mit der Einhaltung der erforderlichen Standards hatte und von den Schulungen und der Unterstützung des Programms profitierten.

Als wir anfangs mit ihnen zusammenarbeiteten, hatten sie im Bereich Einstellung, bezahlter Urlaub, Arbeitsfreiheit und allgemeinem Management mehrere Probleme. Aus diesem Grund war volle Transparenz schwierig und sie wurden als sehr riskant eingestuft.

Nach der mehrere Monate andauernden Zusammenarbeit mit Unterstützung und Anleitung erreichten sie 2018 den Status „Leistungsfähig“. Wir werden auch 2019 mit ihnen zusammenarbeiten mit dem Ziel, den Status „Führend“ zu erreichen.

Wanderarbeitermodell: In allen Ländern, in denen Wanderarbeiter beschäftigt werden, besteht ein erhöhtes Risiko für moderne Sklaverei. 2018 haben wir in betroffenen Ländern mit weiteren Marken zusammengearbeitet, um wichtige Fabriken und Einstellungsprozesse zu besuchen, zu bewerten und zu überwachen, um sicherzustellen, dass Wanderarbeiter rechtmäßig und ethisch angestellt werden. Von unseren 360.000 Tier-1-Angestellten sind 22.000 Migranten.

Fremdarbeiter Fallstudie: Dongguan, China – Während einer unangekündigten Fabriküberprüfung (ausgeführt in Zusammenarbeit mit einer anderen ETI Marke) überprüfte unser Auditor den Ausweis eines jungen Arbeiters. Sie fanden heraus, dass er ein Kinderarbeiter war und sein tatsächliches Alter 15 Jahre, 9 Monate betrug. Der Lieferant und der Fabrikmanager wurden angewiesen, den Arbeiter in den Schlafsaal zu senden und auf einen weiteren Besuch von unserem Auditor und einer lokalen Wohltätigkeitsorganisation zu warten. Der Arbeit wurde nach Hause zu seinem Vater gesendet und wurde mehrmals von der Wohltätigkeitsorganisation und dem Lieferanten besucht. Sie wurden ausgewählt, ihn zu besuchen, weil das Kind klar in früheren Treffen identifiziert werden konnte. Es wurde sichergestellt, dass alle Sanierungskonzepte aufrechterhalten wurden. Anfangs wollte das Kind nicht wieder in die Schule gehen und entschied sich stattdessen für einen mechanischen Kurs. Ende Dezember 2018, nach Abschluss der Mechanikerausbildung, entschied er sich Vollzeit in die Schule zurückzukehren. Seine Bildung wird bis zum Abschluss des ausgewählten Kurses vollständig finanziert.

Wir haben eine Einstellungsschulung in allen mit diesem Lieferanten verbundenen Fabriken eingeführt, ingesamt 4 Standorten.

Unsere 2019 Supplier Ethical Conference in China wird diese Einstellungsinformationen an alle Lieferanten weitergeben (sowie an Vertragsnehmer und Transparenzprobleme innerhalb der Lieferkette, die das Risiko für moderne Sklaverei in der Region deutlich erhöht haben).

Unternehmensweite Sorgfaltspflicht: Auch weiterhin führen wir Due-Diligence- Prüfungen und weitere Risikobewertungen im Hinblick auf Nichtverkäufliche Güter (NG) durch. Jede NG-Beziehung wurde hinsichtlich des Risikos bewertet und eingestuft. Bei allen NG-Lieferanten, deren Risiko für moderne Sklaverei als mittelhoch oder hoch eingestuft ist, wurde unsere Richtlinie gegen Sklaverei und Menschenhandel in den Vertrag aufgenommen. inklusive einer Express-Verpflichtung, unserer Richtlinie zu entsprechen.

(A) STEUERUNG MODERNER SKLAVEREI

Lenkungsausschuss für Beschaffung, Ethik und die Lieferkette: findet Quartalsweise unter Aufsicht unseres CEOs statt. Außerdem nehmen unser COO, unser CCO, die Buying Directors und der Supply Chain Director teil. Wir überprüfen unsere Lieferanten und die Beschaffungsstrategie und heben Schlüsselrisiken und -handlungen hervor, die zur Einhaltung von River Islands Ethikrichtlinie und der Richtlinie gegen Sklaverei und Menschenhandel erforderlich sind.

Modern Slavery Working Group: Diese funktionsübergreifende Gruppe mit Senior-Führungskräften von allen Bereichen von River Island (DC, Filialen, HR, GNFR Beschaffung und Einrichtungen in Großbritannien), die dem Chefsyndikus unterstellt sind, konzentrieren sich auf die Bereitstellung von Nichtmarkenartikeln sowie dem Betrieb und den Diensten von River Island.

B) BEWUSSTSEIN UND SCHULUNG FÜR MODERNE SKLAVEREI

Einführung in ethische Beschaffung: Alle Einkaufsteams von River Island und neuen Angestellten sind zur Teilnahme an Einführungsschulungen für ethische Beschaffung verpflichtet, die den ETI-Grundkodex detailliert darlegen. Außerdem verfügen wir über ein Schulungsmodul zu moderner Sklaverei. Der Abschluss dieses interaktiven Moduls ist für alle Personen im Hauptsitz verpflichtend und wird jetzt auf alle River Island Standorte in Großbritannien erweitert. Die Abschlussraten und -bewertungen werden überwacht, um das Bewusstsein und Verständnis von moderner Sklaverei in allen Bereichen des Geschäfts sicherzustellen.

Branchenschulung und Teilnahme Als aktives Mitglied der ETI nehmen wir regelmäßig and Meetings und Arbeitsgruppen teil und bieten wertvolle Chancen, um das Bewusstsein zu schärfen, Erfahrungen/Lernkurven zu teilen und an Lösungen von großen Problemen zu arbeiten, z. B. moderner Sklaverei, Versammlungsfreiheit und Geschlechtergleichstellung.

2018 haben wir das Apparel and General Merchandise Public Private Protocol unterzeichnet, eine gemeinsame Vereinbarung, deren Ziel die Bekämpfung von Ausbeutung in der Bekleidungsbranche in Großbritannien ist. Dieses Protokoll verpflichtet die Unterzeichner dazu, zusammenzuarbeiten und Sklaverei und Ausbeutung in der Lieferkette zu beseitigen. Sie haben sich dazu verpflichtet, das Bewusstsein zu steigern und der Ausbeutung von Arbeitern vorzubeugen, ungeschützte und ausgebeutete Arbeiter zu schützen, ausbeutende Praktiken zu beseitigen und Verbrecher zur Verantwortung zu ziehen. Zu der Gruppe gehören mehrere führende Modemarken in Großbritannien sowie mehrere wichtige Durchsetzungsstellen, z. B. Gang Masters und die Labour Abuse Authority (GLAA), Department for Work and Pensions (DWP), Employment Agency Standards inspectorate, Health and Safety Executive (HSE), HMRC. Auch Immigration Enforcement und der Insolvency Service haben das Dokument unterzeichnet. Das Protokoll wird von Branchenorganisationen wie British Retail Consortium, UK Fashion und Textiles Association sowie dem Auditierungssystem Fast Forward unterstützt.

https://www.gla.gov.uk/i-am-a/i-use-workers/apparel-and-general-merchandise-public-private-protocol/

(C) NÄCHSTES JAHR

Wir befinden uns nur am Anfang einer langen Reise, an deren Ende die Beseitigung moderner Sklaverei auf globaler Ebene steht. Auch weiterhin müssen wir uns die sich ständig verändernden Trends und Risiken bewusst machen, die durch politische, ökologische und ökonomische Faktoren wie Kriege, Migration, Arbeitskräftemangel und steigende Kosten verursacht werden.

Unsere Lieferanten sind unsere Partner, und wir haben eine viel höhere Chance, die moderne Sklaverei erfolgreich auszumerzen, wenn wir ein gemeinsames Verständnis haben und gemeinsam die Verantwortung tragen.

2019 werden wir uns weiterhin auf unsere Lieferkette konzentrieren, nutzen unsere länderspezifische Teams zur Auditierung und unterstützen und leiten die Fabriken an. Unsere Teams sorgen für ein größeres Bewusstsein in Bezug auf moderne Sklaverei und Menschenhandel. Wir werden weiterhin mit NGOs, anderen ETI-Marken, Lieferanten und lokalen Vertretern zusammenarbeiten, um effektive Lösungen zu generieren (darunter die Aufdeckung und Prävention von moderner Sklaverei sowie die Förderung von Arbeitern, die ihr zum Opfer gefallen sind). Wir werden diese Lernerfolge auf der Supplier Ethical Conferences (in China und Indien im Jahr 2019) fortführen.

Der Schwerpunkt unser Beschaffungsstrategie 2019 ist leistungsbasierte Lieferantenkonsolidierung. Wir haben jetzt: zentrale Sichtbarkeit von Lieferanten Scorecard; einer neuen abteilungsübergreifenden Managementstruktur und einem neuen strategischen Lieferantenprogramm. Dies führt zu Lieferkettenkonsolidierung, Kollaboration, Leistung und Sichtbarkeit. Verantwortungsbewusste und ethische Beschaffung ist das Zentrum dieser Strategie.

Wir fügen weiterhin Lieferanten der Stufe 1 (Drucker und Wäschereien) unserem Audit- und Risikobewertungsprozess hinzu. Als ersten Schritt zur zukünftigen Erhöhung der Sichtbarkeit und Risikobewertung von Tier-2-Lieferanten bauen wir die Berichtserstattung in und die Sichtbarkeit von unseren Gewebefabriken (durch River Island priorisiert) aus.

Des Weiteren werden wir im Jahr 2019 die NG-Lieferkette weiter ausbauen und unsere Risikobewertung verfeinern. Um das Risiko für moderne Sklaverei weiter zu senken, werden wir innerhalb der Abteilungen weitere Initiativen erörtern und, wo nötig, Audits durchführen.

Wir messen auch weiterhin die Leistung unserer Handlungen zur Bekämpfung von moderner Sklaverei und Menschenhandel in unserem Unternehmen und unserer Lieferkette und überwachen die Effektivität unserer Praktiken.

BEN LEWIS, CEO
BEN LEWIS, CEO

Stellungnahme zu moderner Sklaverei 2017 – River Island

Stellungnahme zu moderner Sklaverei 2016 – River Island

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