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Stellungnahme zu moderner Sklaverei 2017 – River Island

River Island ist ein Familienunternehmen mit einer Verpflichtung zum Schutz von den Rechten und der Würde der Menschen innerhalb unserer globalen Lieferkette. Wir engagieren uns außerdem mit Nachdruck und seit langem für den ethischen Handel, da wir davon überzeugt sind, dass Handel sowohl gewinnbringend als auch verantwortungsbewusst sein kann. Wir nehmen die Abschaffung moderner Skalverei sehr ernst. Aus diesem Grund haben wir dieses Ziel in das bestehende ethische Handelsprogramm für unsere Lieferkette integriert. Wir haben uns zu einer Zusammenarbeit mit relevanten Stakeholdern wie der ETI und ihren Mitgliedern, Regierungsbehörden, NGOs, lokalen Behörden und anderen Partnern verpflichtet, um diese globale Herausforderung zu bewältigen. 2017 arbeiteten in den (Tier 1-)Fabriken von River Island 330.000 Angestellte, davon 180.000 Frauen.

Die folgende Stellungnahme wurde in Übereinstimmung mit dem Modern Slavery Act 2015 veröffentlicht und legt die Schritte dar, die River Island während des Wirtschaftsjahres mit Ende 31. Dezember 2017 unternommen hat, um moderne Sklaverei und Menschenhandel innerhalb unseres Unternehmens und unserer Lieferkette zu vermeiden.

(A) Über River Island

River Island ist eine führende Multikanal-Modemarke für Damen-, Herren- und Kindermode mit Sitz in Großbritannien. River Island wurde 1988 gegründet und gehört zur Lewis Trust Group, die sich in Privatbesitz befindet. Die Gruppe wurde 1948 von Bernard Lewis gegründet. Er und seine Familie sind nach wie vor aktiv am Betrieb von River Island beteiligt.

Wir haben über 330 Filialen in 16 Ländern auf 4 Kontinenten und vertreiben unsere Produkte online in über 120 Ländern. Der Jahresumsatz 2017 von River Island betrug 1 Mrd. GBP.

In unserem Hauptsitz in West-London befinden sich die Teams für Design, Entwicklung, Einkauf, Vertrieb, Marketing, Technik, Ethik, Beschaffung, Logistik, Recht und Finanzen. Unser Vertriebszentrum in Milton Keynes erhält, lagert und verteilt unsere Produkte an Filialen, Großhandelspartner und Online-Kunden. Die IT-Teams befinden sich sowohl in unserem Hauptsitz als auch in unserem Technologie-Hub im Osten Londons.

Gesamtanzahl Mitarbeiter im Jahr 2017:

Hauptsitz 1306
Vertriebszentrum 686
Einzelhandel 6992

Unser Produktsortiment besteht zu fast 100 % aus Eigenmarken und umfasst Kleidung, Schuhe, Taschen und Accessoires. 2017 stammten unsere Produkte aus 29 Ländern. Die 5 wichtigsten Länder (China, Türkei, Rumänien, Indien und Großbritannien) hatten einen Anteil von 75 % unseres Sortiments. Diese Top-12-Länder haben 93 % unserer Produktpalette zur bereitgestellt.

Wir arbeiten eng mit unseren Lieferanten zusammen, um langfristige und nachhaltige Geschäftsbeziehungen aufzubauen. 2017 haben wir mit 285 Lieferanten (574 Fabriken) zusammengearbeitet. 75 % der Produkte wurden von den Top-50-Lieferanten zur Verfügung gestellt (diese Top-20 sind 55 %).

Zusätzlich beziehen wir viele Waren und Dienstleistungen wie zum Beispiel Filialausstattung, Verpackung, Reinigungsdienstleistungen, Verpflegung, Logistikdienstleistungen, Sicherheit, IT, Marketing, E-Commerce, Beratung etc., die hier als „Nichtverkäufliche Güter“ oder „NG“ bezeichnet werden, von 267 Drittanbietern, von denen die meisten in Großbritannien ansässig sind.

Sklaverei und Menschenhandel

Lieferantenhandbuch – Lieferanten von River Island sind vertraglich an die Allgemeinen Geschäftsbedingungen in unserem Lieferantenhandbuch gebunden, welche die Einhaltung der folgenden Richtlinien zum Schutz von Menschenrechten umfassen:

Ethikrichtlinie von River Island (auf Grundlage des ETI-Kodex)

Handbuch herunterladen.

Diese Richtlinie legt die ethischen Verantwortlichkeiten zwischen Lieferanten und Käufern von River Island fest.

Richtlinie von River Island gegen Sklaverei und Menschenhandel (seit 2016 in unseren Verträgen enthalten)

Richtlinie herunterladen.

Mitarbeiterverträge – Alle Arbeitsverträge von River Island beinhalten verschiedene Richtlinien zum Schutz von Arbeitnehmerrechten und zur Förderung einer fairen, sicheren Lieferkette. Diese beinhalten die Ethikrichtlinie von River Island, auf die oben Bezug genommen wurde, die Richtlinie von River Island gegen Sklaverei und Menschenhandel, die Richtlinie gegen Bestechung und Korruption sowie die Enthüllungsrichtlinie.

NG-Verträge – Alle Verträge müssen mit dem Modern Slavery Act übereinstimmen. Insbesondere Geschäftsbeziehungen in Gebieten, die gemäß der unten genannten Kriterien als risikoreich gelten, müssen die River Island-Richtlinie gegen Sklaverei und Menschenhandel einhalten.

(C) SORGFALTSPFLICHT und Bewertung der Risiken für moderne Sklaverei 2017

River Island ist seit 2008 Mitglied der ETI. Wir haben den Standardkodex von ETI als Minimumstandard für unsere Lieferanten und Fabriken festgelegt und überprüfen diesen regelmäßig. Dies umfasst seit 2016 ebenfalls eine permanente Bewertung des Risikos für moderne Sklaverei. Während unser ethischer Ansatz den Aufbau von Vertrauen und Transparenz mit unseren Lieferanten und Fabriken umfasst, um die bestehenden Bedingungen, Risiken und Herausforderungen vollständig zu verstehen, ist uns klar geworden, dass die potentiell tief verwurzelten und systemischen Praktiken im Zusammenhang mit moderner Sklaverei sich nicht durch angekündigte Besuche aufdecken lassen.

Seit 2017 haben wir 90 % unserer Ethical-Audit-Besuche unangekündigt vorgenommen. Diese Zahl wird 2018 weiter steigen. Wir möchten mit Lieferanten und Fabriken zusammenarbeiten, die wie gewünscht Verbesserungen vornehmen wollen. Wir werden die Zusammenarbeit mit Lieferanten oder Fabriken beenden, die dauerhaft die folgenden Dinge nicht gewährleisten: Offenheit und Ehrlichkeit, Einhalten unserer Ethik-Standards und Verbesserungen bezüglich gravierender Nichteinhaltung unserer Ethik-Standards innerhalb eines akzeptablen Zeitraums. Unser Schwerpunkt bislang lag auf Lieferanten, Fabriken und Vertragsunternehmen der ersten Stufe, die direkt für die Fertigung unserer Produkte verantwortlich sind.

Seit 2017 deckt unsere Sorgfaltspflicht die folgenden Hauptbereiche ab:

Prozess für neue Lieferanten/Fabriken: Bis zum Abschluss der Vorabbewertung und der Abnahme durch die ethischen, technischen und kommerziellen Teams von River Island darf keine Ware von einem bestimmten Lieferanten/einer Fabrik bestellt werden. Dies umfasst alle Vertragsunternehmen der ersten Stufe. Wir überprüfen Audits unabhängiger Drittparteien (SMETA) und regulierende Handlungspläne und führen möglicherweise zusätzlich, je nach Risikograd, River Island Validierungsaudits durch.

Sichtbarkeit des Produktstandorts: Lieferanten sind vertraglich daran gebunden, Produkte für River Island in der im Beschaffungsauftrag (BA) genannten Pflicht zu fertigen. Nur vorab genehmigte Standorte sind zulässig. Im Falle einer notwendigen Standortänderung ist eine schriftliche Genehmigung erforderlich. Dadurch können wir Berichte über unsere Produktlieferanten erstellen und Risiken auf allen Geschäftsstufen messen und bewerten. Ethische Audits und Ressourcen werden entsprechend priorisiert und verwaltet.

Unangekündigte/illegale Fremdvergabe: Unsere Ethikrichtlinie bestimmt die ausschließliche Nutzung von geprüften, genehmigten Fabriken und Subunternehmern. Jedoch wissen wir, dass stets das Risiko illegaler Subunternehmer besteht, die unsere ethischen Standards nicht einhalten (einschließlich potentieller, moderner Sklaverei).

Zu Beginn des Jahres 2017 haben wir herausgefunden, dass eine Fabrik im Vereinigten Königreich an einen zweiten Standort ausgelagert hatte, ohne dass die Marke davon in Kenntnis gesetzt worden war. Weder die Fabrik noch der Lieferant wollten einsehen, dass beide Parteien die Verantwortung für die Situation trugen. Sie wollten auch keine Anstrengungen unternehmen, um zu vermeiden, dass eine derartige Situation erneut auftritt. Daraufhin haben wir beide von der Liste unserer genehmigten Produktlieferanten gestrichen. Bei aller Arbeit, die wir mit unseren Lieferanten und Fabriken in den vergangenen Jahren geleistet haben (darunter auch unsere Kooperation mit dem Fast-Forward-Programm seit 2015), verdeutlichte dieser Vorfall der ungenehmigten Untervergabe das Ausmaß der Herausforderung.

Seitdem haben wir unseren Fokus darauf gelegt, die Untervergabe bei Lieferanten der ersten Stufe zu identifizieren und zu verhindern. 2017 erfolgten 90 % der Fabrikbesuche unseres Ethik-Teams unangekündigt. Mittlerweile gibt es außerdem Stichprobenkontrollen, um zu überprüfen, dass einzelne Produkte auch tatsächlich an dem genehmigten Ort und Zeitpunkt gefertigt werden, und um fehlende Produkte aufzuspüren. Aufzeichnungen werden geprüft, um alle nicht deklarierten Produktseinheiten aufzuspüren, welche dann aufgesucht werden, um die Arbeitsbedingungen zu überprüfen. Wir berücksichtigen die Umstände und die zugrunde liegenden Ursachen jedes Problems, bevor wir zusammen mit dem Lieferant/der Fabrik die passenden Abhilfemaßnahmen durchführen.

Die Geschäftseinheit durchläuft beispielsweise den Genehmigungsprozess für neue Fabriken und wir führen ein fortlaufendes Monitoring-Programm bei diesem Lieferanten/dieser Fabrik ein. Das Ergebnis unserer verstärkten Anstrengungen: 2017 haben wir 16 Fälle ungenehmigter Vergabe von Unteraufträgen aufgedeckt, woraufhin wir Abhilfemaßnahmen bei 15 Lieferanten (29 Produktionsstätten) durchgeführt haben.

Fallstudien:

(a) Unser Prüfer in der Türkei besuchte eine Fabrik und fand auf dem Gelände, das auf dem Beschaffungsauftrag (PO) aufgeführt war, keine Produktion von River Island vor. Der Lieferant gab an, nichts über diese Situation zu wissen, arbeitete jedoch mit uns und der Fabrik zusammen, um sicher zu stellen, dass alle Bestellungen tatsächlich in den genehmigten Räumen gefertigt werden. Wir erhalten nun einen monatlichen Bericht von diesem Lieferanten, um sicherzustellen, dass wir bei unseren unangekündigten Besuchen schnell überprüfen können, dass die korrekten Bestellungen in der Fabrik gefertigt werden.

(b) Auch in China haben wir eine Fabrik besucht und keinen Hinweis darauf gefunden, dass unsere Bestellungen dort tatsächlich produziert werden. Jedoch haben wir im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Fabrik und dem Lieferanten aus dem Vereinigten Königreich eine zweite, damit verbundene Fabrik zugelassen. Dieser Weg hat beiden Parteien ermöglicht, unsere Produktionsanforderungen besser zu erfüllen. Der zweite Standort wurde nach einem Besuch von unserem Team vor Ort genehmigt.

Wir haben außerdem unser Lieferantenhandbuch aktualisiert, um erneut zu betonen, dass der Lieferant für die Ein- und Durchführung spezieller Prozesse verantwortlich ist, damit die ungenehmigte Vergabe von Unteraufträgen verhindert werden kann. Es ist uns bewusst, dass sich auch Einkaufspraktiken auf die Vergabe von Unteraufträgen auswirken können und haben Werkzeuge eingeführt, um die Sichtbarkeit der Produktionskapazität im Vergleich zu den Auftragsvolumina von River Island zu verbessern. 2018 wird dies in Gebieten mit hohem Risiko weiter vorangetrieben.

Schwerwiegende und wiederholte Verstöße gegen unsere Ethikrichtlinie sowie wiederholter Mangel an Offenheit und Kooperationsbereitschaft können dazu führen, dass der Lieferant oder die Fabrik von unserer Liste mit genehmigten Produktionsstandorten gestrichen wird. (2017 ist das bei einem Lieferanten erfolgt).

Bewertung der Lieferantenbasis: Wir sind uns bewusst, dass einige der Fertigungsstandorte ein höheres Risiko für moderne Sklaverei und Menschenhandel haben. Hochrisikofaktoren sind zum Beispiel Wanderarbeiter (innerhalb eines Landes oder länderübergreifend), eine hohe Flüchtlingsanzahl, junge Arbeiter, bei denen das Risiko von Kinderarbeit besteht, Vertrags- und Leiharbeiter, ausgelagerte Arbeiten und weibliche Angestellte. Auch die Sicherheitslage und die wachsende Terrorismusbedrohung in einigen Ländern erschwert es, sicher in diese Länder zu reisen, um Besuche zu machen.

Wir bewerten die Türkei, China, Indien, das Vereinigte Königreich und Mauritius als die Gebiete mit dem höchsten Risiko für moderne Sklaverei.

Ethische Audits und Besuche durch River Island: Länderbasierte ethische Teams, die regelmäßig Audits und Besuche in Firmen vor Ort durchführen, befinden sich in unseren fünf wichtigsten Herstellungsländern. Sie führen Nachuntersuchungen für Audits von Drittparteien durch, überprüfen Berichtigungsmaßnahmen und sind bei der Problemlösung behilflich. Diese Besuche erfolgen seit 2017 unangekündigt, damit die echten, ethischen Bedingungen vorgefunden werden können und überprüft werden kann, dass die Produkte auch tatsächlich in der genehmigten Fabrik gefertigt werden. Wir arbeiten proaktiv, wenn Probleme auftreten, und fordern Lieferanten und Fabriken auf, mit uns auf Basis eines laufenden Verbesserungsprogramms zusammenzuarbeiten, um Fehler zu korrigieren und die Transparenz zu erhöhen.

2017 führte unser Ethik-Team 442 Audits und 174 Audit-Besuche in Fabriken durch, davon 43 in der Türkei, 38 in China, 24 in Indien, 34 im Vereinigten Königreich und 25 in Rumänien.

Lieferantenleistungsbewertung: Die Einhaltung der Ethikrichtlinie von River Island ist eine vertragliche Verpflichtung für Lieferanten. Das Einkaufsteam von River Island überprüft die Lieferantenleistung mindestens zweimal jährlich. Das Ethikteam erstellt eine Zusammenfassung/Bewertung für jeden Lieferanten, um sicherzustellen, dass die Einkaufsteams sich der ethischen Leistung und des Risikos bewusst sind und diese bei der Erstellung von Beschaffungsplänen berücksichtigen. Zu Beginn jeder neuen Einkaufssaison ziehen Einkäufer diesen Plan mit ihren Geschäftsbereichsleitern und dem Leiter für Beschaffung und Ethik zurate, was auch die Bewertung ethischer Risiken und Handlungen umfasst. 2017 haben wir die Geschäftsstufen mit drei Hauptlieferanten strategisch reduziert (Korrektions-/Verbesserungsprogramme ausstehend) und infolge von permanenten ethischen Verstößen die Geschäftsbeziehungen zu einem Lieferanten beendet.

ETI Arbeitsgruppen und Kollaborationen: Um deutliche und verbreitete ethische Herausforderungen anzugehen, arbeiten wir in den folgenden Bereichen mit anderen Marken, Branchenexperten, NGOs und anderen Stakeholdern zusammen:

UK Fast Forward Programme: Wir sind auch weiterhin Mitglied des UK Fast Forward Programme und kooperieren unter der Leitung von David Camp mit anderen Marken. Broschüre herunterladen. David ist Gründer einer Initiative mit dem Namen „Stronger Together“, die sich speziell zum Ziel gesetzt hat, das Problem moderner Sklaverei in der Landwirtschaft und der Lebensmittelbranche zu bekämpfen. Er hat die gleichen soliden Audit-Methoden und -Ansätze in allen Fertigungsbetrieben im Vereinigten Königreich eingeführt.

2017 schloss River Island die Fast Forward-Fabrikschulung ab, die anfängliche Audits und unangekündigte Überprüfungen in allen in Großbritannien ansässigen Fabriken von River Island, einschließlich Subunternehmern der ersten Stufe, umfasst. Wir haben unser Geschäft in Großbritannien in die Fabriken verlagert, die unsere anhaltenden Verbesserungen umsetzen und einhalten. 2017 haben wir 38 UK Fast Forward-Besuche durchgeführt, darunter alle Tier-1-Fabriken sowie 15 Tier-2-Einheiten (Druckereien/Wäschereien und Verpackungseinheiten) sowie 8 Warenlager. 2018 bauen wir die Audits in Warenlagern weiter aus.

ETI Arbeitsgruppe Türkei (syrische Flüchtlingskrise): 2017 haben wir unangekündigte Audits durchgeführt und Leitfäden/Schulungen für Lieferanten veröffentlicht, um sicherzustellen, dass syrische Arbeiter ethisch und sicher eingestellt werden können und nicht weniger als den rechtlich vorgeschriebenen Mindestlohn bezahlt bekommen.

Wanderarbeitermodell: In allen Ländern, in denen Wanderarbeiter beschäftigt werden, besteht ein erhöhtes Risiko für moderne Sklaverei. 2017 haben wir in betroffenen Ländern mit weiteren Marken zusammengearbeitet, um wichtige Fabriken und Einstellungsprozesse zu besuchen, zu bewerten und zu überwachen, um sicherzustellen, dass Wanderarbeiter rechtmäßig und ethisch angestellt werden. Von unseren 330.000 Tier-1-Angestellten sind 20.000 Migranten.

Unternehmensweite Sorgfaltspflicht: Auch weiterhin führen wir Due-Diligence- Prüfungen und weitere Risikobewertungen im Hinblick auf Nichtverkäufliche Güter (NG) durch. Jede NG-Beziehung wurde hinsichtlich des Risikos bewertet und eingestuft. Bei allen NG-Lieferanten, deren Risiko für moderne Sklaverei als mittelhoch oder hoch eingestuft ist, wurde unsere Richtlinie gegen Sklaverei und Menschenhandel in den Vertrag aufgenommen. inklusive einer Express-Verpflichtung, unserer Richtlinie zu entsprechen.

(A) STEUERUNG MODERNER SKLAVEREI

Lenkungsausschuss für Beschaffung, Ethik und die Lieferkette: findet Quartalsweise unter Aufsicht unseres CEOs statt. Außerdem nehmen unser COO, der FD, die Einkaufsleiter und der Leiter der Lieferkette teil. Wir überprüfen unsere Lieferanten und die Beschaffungsstrategie und heben Schlüsselrisiken und -handlungen hervor, die zur Einhaltung von River Islands Ethikrichtlinie und der Richtlinie gegen Sklaverei und Menschenhandel erforderlich sind.

Arbeitsgruppe für moderne Sklaverei: Diese funktionsübergreifende Gruppe mit Senior-Führungskräften aus allen Geschäftsbereichen (Entwicklungszentren, Filialen, Personalabteilung, NG-Beschaffung und Fabriken im Vereinigten Königreich), mit Unterstützung des Ethical Sourcing Manager, konzentriert sich auf alle Nichtmarkenartikel sowie auf den Betrieb und die Dienstleistungen von River Island

(B) BEWUSSTSEIN UND SCHULUNG FÜR MODERNE SKLAVEREI

Einführung in ethische Beschaffung: Alle Einkaufsteams von River Island und neuen Angestellten sind zur Teilnahme an Einführungsschulungen für ethische Beschaffung verpflichtet, die den ETI-Grundkodex detailliert darlegen. 2017 haben wir außerdem ein Online-Trainingsmodul zu moderner Sklaverei eingeführt. Der Abschluss dieses interaktiven Moduls ist für alle Mitarbeiter im Hauptsitz verpflichtend und wird auf alle Standorte von River Island in Großbritannien ausgedehnt. Die Abschlussraten und -bewertungen werden überwacht, um das Bewusstsein und Verständnis von moderner Sklaverei in allen Bereichen des Geschäfts sicherzustellen. Bislang haben wir 95 % unseres Teams im Hauptsitz trainiert.

Branchenschulung und -teilnahme: Als aktives Mitglied der ETI nehmen wir regelmäßig an Schulungen, Arbeitsgruppentreffen und der Diskussion für mittelgroße Unternehmen teil, die wertvolle Möglichkeiten bieten, um das Bewusstsein zu stärken, Erfahrungen zu teilen und bei der Lösung von Problemen in Bezug auf moderne Sklaverei zusammenzuarbeiten.

2017 haben wir zudem an gemeinsamen Treffen mit Mitgliedern von Fast Forward und Regierungsinstanzen teilgenommen, darunter auch HMRC und der Director of Labour Market Enforcement, Sir David Metcalf. Es wurden die Meldung und Verfolgung moderner Sklaverei im Vereinigten Königreich diskutiert.

(C) NÄCHSTES JAHR

Wir befinden uns nur am Anfang einer langen Reise, an deren Ende die Beseitigung moderner Sklaverei auf globaler Ebene steht. Auch weiterhin müssen wir uns die sich ständig verändernden Trends und Risiken bewusst machen, die durch politische, ökologische und ökonomische Faktoren wie Kriege, Migration, Arbeitskräftemangel und steigende Kosten verursacht werden.

Unsere Lieferanten sind unsere Partner, und wir haben eine viel höhere Chance, die moderne Sklaverei erfolgreich auszumerzen, wenn wir ein gemeinsames Verständnis haben und gemeinsam die Verantwortung tragen. 2018 fahren wir mit der Arbeit innerhalb unserer Lieferkette fort. Wir werden zunehmend Audits in Fabriken durchführen und unsere Lieferanten weiterhin ausbilden (zum Beispiel, indem wir unser interaktives Trainingsmodul zur modernen Sklaverei auf unserer Lieferanten ausdehnen).

Unsere länderbasierten Teams sorgen für ein größeres Bewusstsein in Bezug auf moderne Sklaverei und Menschenhandel. Wir werden weiterhin mit NGOs, anderen ETI-Marken, Lieferanten und lokalen Vertretern zusammenarbeiten, um effektive Lösungen zu generieren (darunter die Aufdeckung und Prävention von moderner Sklaverei sowie die Förderung von Arbeitern, die ihr zum Opfer gefallen sind).

Wir untersuchen die UK Fast Forward Audit-Methode zur Anwendung für weitere Gebiete mit hohem Risiko. Wir arbeiten mit Lieferanten in Südchina zusammen, um Bewusstsein zu schaffen und das Risiko für moderne Sklaverei und Menschenhandel zu mindern, das durch den zunehmenden Trend entsteht, burmesische Arbeitskräfte einzusetzen.

Außerdem werden wir unsere Audit- und Risikobewertungsprozesse um Tier-1-Lieferanten (Druckereien und Wäschereien) erweitern. Als ersten Schritt zur zukünftigen Erhöhung der Sichtbarkeit und Risikobewertung von Tier-2-Lieferanten bauen wir die Berichtserstattung in und die Sichtbarkeit von unseren Gewebefabriken (durch River Island priorisiert) aus.

Des Weiteren werden wir im Jahr 2018 die NG-Lieferkette weiter ausbauen und unsere Risikobewertung verfeinern. Um das Risiko für moderne Sklaverei weiter zu senken, werden wir innerhalb der Abteilungen weitere Initiativen erörtern und, wo nötig, Audits durchführen.

Außerdem werden wir Methoden zur Erfolgsmessung im Kampf gegen moderne Sklaverei und Menschenhandel und zur Überwachung der Effektivität unserer Vorgehensweisen entwickeln.

BEN LEWIS, CEO
BEN LEWIS, CEO

Stellungnahme zu moderner Sklaverei 2016 – River Island

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